Maurice Ravel

französischer Komponist; Pianist und Dirigent; Werke: Opern, Ballette, Orchesterwerke, Kammer- und Klaviermusik, Vokalwerke, u. a. "Boléro", "L'heure espagnole", "Shéhérazade"

* 7. März 1875 Ciboure/Pyrenäen

† 28. Dezember 1937 Paris

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 21/1948

vom 10. Mai 1948

Wirken

Maurice Ravel wurde am 7. März 1875 in Ciboure (Pyrenäen) geboren. Am Pariser Konservatorium war er u. a. Schüler von Gabriel Fauré, der den von Natur aus in R. lebendigen klassischen Sinn förderte.

R. war eine der bedeutendsten musikalischen Erscheinungen der neuesten Zeit. Selbst sein erstes Orchesterwerk mit dem Titel "Schéhérazade", das er als Konservatoriumsschüler 1898 schrieb, wird heute noch gern gepielt. Iberische Atmosphäre durchweht verschiedene seiner Kompositionen; die "Pavane auf den Tod einer Infantin", die "Rhapsodie espagnole" (1907), die 1911 in Paris aufgeführte einaktige Oper "L'heure espagnole", der ein buffonesker Stoff zu Grunde liegt, und schließlich den berühmten "Bolero" (1928). R.'s Vorliebe für tänzerische Beschwingtheit kommt zum Ausdruck in dem geistvollen Orchesterwerk "La valse" (1922) und in seiner "Tzigane" für Violine und Orchester (1923). Klassischen Geist atmet sein "Tourbeau de Couperin" (1920) und das reizvolle Ballett ...