Maximilien de Furstenberg

belgischer kath. Theologe; ab 1967 Kurienkardinal; Kuriendiplomat; Leiter der Kongregation für die Ostkirchen 1968-1973

* 23. Oktober 1904 Heerlen (Niederlande)

† 22. September 1988 Mont-Godinne/Nanur

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 49/1988

vom 28. November 1988

Wirken

Maximilien de Furstenberg wurde am 23. Okt. 1904 auf Schloß Ter Worm, Gemeinde Heerlen in der niederländischen Provinz Limburg geboren. Die Familie ist ein Zweig der westfälischen Adelsfamilie von Fürstenberg, die in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s durch das belgische Königshaus eine Adelsnaturalisation erhielt. Nach Besuch eines geistlichen Kollegs, studierte er Klassische Philologie und Philosophie in Brüssel. Nach verschiedenen Studienreisen setzte er ab 1925 das Theologiestudium an der Universität Löwen fort. 1928 ging er nach Rom, um am belgischen Päpstlichen Kolleg und an der Gregoriana bis 1932 Theologie weiter zu studieren.

Am 9. Aug. 1931 zum Priester geweiht, war de F. zunächst Lehrer am Diözesankolleg (Johannes Berchmans) von Antwerpen. Zwei Jahre später erhielt er einen Lehrstuhl am Großen Seminar von Mecheln bei Brüssel.

1946 begab er sich erneut nach Rom, um das Amt des Rektors des belgischen Päpstlichen Kollegs (Pontificio Collegio Belga) zu übernehmen. Im März 1949 wurde er zum Titularerzbischof von Palto ernannt und als apostolischer Delegat, später Internuntius, nach Japan entsandt. De F. blieb bis ...