Melchior Vischer

Schriftsteller

* 7. Januar 1895 Teplitz-Schönau

† 21. April 1975 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 25/1964

vom 8. Juni 1964

Wirken

Melchior Vischer, kath., wurde am 7. Jan. 1895 in Teplitz-Schönau in Böhmen als Sohn eines Apothekers geboren. Beide Eltern stammten aus dem Sudetengebiet. V. besuchte das Progymnasium in seiner Heimatstadt, danach das deutsche Obergymnasium in Prag-Kgl. Weinberge. Danach studierte er an der deutschen Universität dort Germanistik, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte.

Nach Beendigung seiner Studien war V. von 1920-1922 als Feuilleton-Redakteur und Theaterkritiker bei deutschen Prager Zeitungen tätig. Von 1923-1924 wirkte er als dramatischer Berater in Würzburg und Bamberg, von 1925-1927 als Chefdramaturg und Oberregisseur in Baden-Baden, wo er das Baden-Badener Bühnenblatt herausgab. Von 1928-31 arbeitete er als Gastregisseur an nord- und süddeutschen Theatern. Zeitweilig war er Leiter der Albert-Bassermann-Tournee. Daneben betätigte er sich als Mitarbeiter an deutschen Tageszeitungen (Voss. Ztg., Berliner Tagebl., Köln. Ztg., Hamburger Fremdenblatt u.a.). Seit den 30er Jahren lebt V. als freier Schriftsteller in Berlin.

Von V.s Veröffentlichungen seien genannt die Prosawerke "Sekunde durch Hirn", (Roman 1919), "Simon von Kyrene" (Erzählung 1920), "Strolch und Kaiserin" (Novelle 1921), "Der Teemeister",(Roman 1922), "Der Hase" (Erzählung 1922), sowie die ...