Michail Botwinnik

russischer Schachspieler; Weltmeister 1948-1957, 1958-1960 und 1961-1963; vielf. UdSSR-Meister; mehrf. Sieger bei Schacholympiade; langj. Leiter der Moskauer Schachschule

* 17. August 1911 Repino bei St. Petersburg

† 5. Mai 1995 Moskau

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 32/1995

vom 31. Juli 1995 (st)

Herkunft

Michail Moisejewitsch Botwinnik war der Sohn eines Zahnarztes und wuchs in Leningrad auf. Seine Familie stammte aus der Ukraine.

Ausbildung

Von 1929 bis 1932 studierte B. am polytechnischen Industrieinstitut in Leningrad und blieb anschließend an der gleichen Hochschule als Aspirant. Gleichzeitig arbeitete er in einem Laboratorium für Starkstromerzeugung. 1931 wurde er Mitglied des Komsomol, 1940 trat er in die KPdSU ein. Seine akademische Ausbildung am Leningrader Industrieinstitut schloß er im Juni 1937 mit dem Titel eines Kandidaten der technischen Wissenschaften ab. Später (1955) erwarb er noch den Titel eines Doktors der technischen Wissenschaften.

Wirken

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete B. von 1941 bis 1944 in der Stadt Molotow (Perm) als Ingenieur und Chef des Isolations- und Überlastungsdienstes beim Energetischen Trust Molotow (Molotowenergo). Anschließend war er von 1944 bis 1945 als Chefingenieur einer Abteilung des Ministeriums für Kraftwerke in Moskau tätig. Ab 1955 wirkte er als Professor am Institut für Energetik in Moskau.

Schon während seiner Schulzeit zeigte B., der ...