Michel Rasquin

Politiker

* 19. September 1899 Pétange

† 28. April 1958

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 24/1958

vom 2. Juni 1958

Wirken

Michel Rasquin wurde am 19. Sept. 1899 in Pétange in Luxemburg geboren. Nach Beendigung seiner Schulzeit am Athenaeum College studierte er Nationalökonomie und Staatswissenschaften in Luxemburg und München. Er war in den Jahren 1928 - 1936 in der privaten Industrie und bei Versicherungsgesellschaften in Luxemburg beschäftigt und wandte sich dann dem Journalismus zu. Von 1936 - 1940 war er Redakteur des "Journal d'Esch", dessen Chefredakteur er später wurde. Während der Besetzung Luxemburgs während des 2. Weltkrieges floh R. nach Frankreich, wo er Chefredakteur der Marseiller Zeitschrift "Vérité" war.

Seine politische Laufbahn begann mit seiner Wahl in den Gemeinderat von Esch-Alzette im Jahre 1945. Bald darauf wurde er Vorsitzender der sozialistischen Partei und Parlamentsmitglied, im Jahre 1948 Staatsrat und in der Folge Abgeordneter und Bürgermeister der Stadt Esch. Im Jahre 1951 übernahm R. das Wirtschaftsministerium des Grossherzogtums Luxemburg, ausserdem hatte er die Portefeuilles für Verkehr und Wiederaufbau inne. Auch im Kabinett Frieden vom 31. 3. 1958 verwaltete er wieder das Wirtschaftsministerium.

Seit 1949 gehörte R. dem Europarat an und zuletzt auch als luxemburgisches Mitglied der Kommission der ...