Mohammad Rasulof

iranischer Regisseur; im Iran mit Arbeitsverbot, Gefängnistrafen und Repression verfolgt; Filme u. a.: "Im Reich der Schüssel", "Auf Wiedersehen", "Manuscripts don’t burn", "A Man of Integrity", "Es gibt kein Böses" (Goldener Bär der Berlinale 2020)

* 1972 Schiras (n.a.A. 1973 Schiras)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 36/2020

vom 1. September 2020 (se), ergänzt um Meldungen bis KW 21/2024

Herkunft

Mohammad Rasulof (auch Rasoulof) wurde 1972 (nach anderen Angaben 1973) in Schiras geboren. In der iranischen Großstadt (knapp 2 Mio. Einwohner), der Hauptstadt der zentralen Südprovinz Fars, wuchs er auch auf.

Ausbildung

R. studierte an der Universität Schiras Soziologie, bevor er in den 1990er Jahren begann, Kurzfilme zu drehen.

Wirken

R. erster langer Film, "Gagooman" ("The Twillight"), wurde 2002 noch beim Filmfestival in Teheran ausgezeichnet. Doch bald darauf geriet der Regisseur in Konflikt mit dem repressiven Mullah-Regime in seinem Heimatland und seine Filme wurden im Iran so gut wie nicht mehr gezeigt. "Mutig, klug und ästhetisch brillant" charakterisierte der Filmdienst (23/2013) R.s später nur auf DVD erhältliche Filme wie "Eiserne Insel" (2005) und "The ...