Monika Hauser

Italienisch-deutsche Ärztin (Gynäkologin) und Frauenrechtlerin; Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation medica mondiale e. V.; Alternativer Nobelpreis 2008 für ihren Einsatz für weibliche Opfer sexualisierter Gewalt

* 24. Mai 1959 Thal/Kanton St. Gallen (Schweiz)

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Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 18/2024

vom 30. April 2024 (vj)

Herkunft

Monika Hauser wurde am 24. Mai 1959 im schweizerischen Thal (Kanton St. Gallen) geboren, wo sie auch aufwuchs. Ihre Eltern waren Ende der 1950er Jahre als Arbeitsemigranten von Südtirol in die Schweiz gegangen.

Ausbildung

Nach dem Abitur in St. Gallen studierte H. Medizin in Innsbruck. Durch ein dreimonatiges Praktikum in Sri Lanka (1981) lernte sie die unzulängliche medizinische Versorgung und katastrophalen hygienischen Zustände in einem Krankenhaus der Dritten Welt kennen. Nach der Promotion (1984) arbeitete sie 1985 mehrere Monate als Ärztin im Praktikum in Schlanders/Südtirol und schloss ihr Studium in Bologna mit dem Staatsexamen ab. 1988-1992 und 1996-1998 absolvierte sie ihre Facharztausbildung im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe.

Wirken

Berufseinstieg und Gründung von Medica Zenica 1993

Berufseinstieg und Gründung von Medica Zenica 19931988 nahm H. eine Tätigkeit als Assistenzärztin in der Frauenabteilung einer Essener Klinik auf (bis 1992). In Zusammenarbeit mit einer Psychologin erarbeitete sie dort eine sensiblere Behandlung der Patientinnen und baute Selbsthilfegruppen ...