Nicolai Hartmann

dt. Philosoph; Prof. in Marburg, Köln, Berlin, Göttingen; Werke u. a.: "Grundzüge einer Metaphysik der Erkenntnis", "Ethik", "Der Aufbau der realen Welt. Grundriss der allgemeinen Kategorienlehre" (Band 3 der "Ontologie")

* 20. Februar 1882 Riga

† 9. Oktober 1950 Göttingen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 48/1964

vom 16. November 1964 , ergänzt um Meldungen bis KW 06/2013

Wirken

Nicolai Hartmann wurde am 20. Februar 1882 in Riga geboren. Er besuchte das Gymnasium in St. Petersburg, studierte dann von 1901-1907, zuerst in Dorpat Medizin, dann alte Philologie an der Universität St. Petersburg. Das Studium Platos gewann ihn schließlich endgültig der Philosophie, die er an der Universität Marburg studierte; dort wurde er auch für eine philosophische Arbeit im Jahre 1906 preisgekrönt.

Seine akademische Laufbahn begann ebenfalls in Marburg, wo er sich 1909 habilitierte. Den Weltkrieg machte er im Großen Hauptquartier mit. 1920 wurde er Ordinarius für Philosophie in Marburg. Von dort nahm er als Nachfolger von Professor Hans Driesch im Oktober 1925 den Ruf nach Köln.

H., der Mitglied verschiedener philosophischer Gesellschaften war, nahm dann zu Ostern 1931 den Ruf auf den seit Prof. Ernst Troetschs Tode unbesetzt gewesenen Lehrstuhl an der Universität Berlin ...