Nina Grunenberg

deutsche Journalistin; langjähriges Redaktionsmitglied der ZEIT

* 7. Oktober 1936 Dresden

† 28. Dezember 2017

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 26/2007

vom 30. Juni 2007 (se), ergänzt um Meldungen bis KW 52/2017

Herkunft

Nina Grunenberg, kath., wurde 1936 in Dresden geboren.

Ausbildung

Nach dem Abschluss der mittleren Reife machte G. eine Buchhändlerlehre und stieg 1958 in den Journalismus ein.

Wirken

Sb 1961 gehörte G. zur Redaktion der Wochenzeitung "DIE ZEIT" und erregte bald mit sorgfältig recherchierten und gut geschriebenen Reportagen über den bundesrepublikanischen Alltag, über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen Aufsehen. So porträtierte sie 1982 beispielsweise in einer Serie die bundesdeutschen Gewerkschaften und ihre Vorsitzenden als Funktionselite zwischen Klassenkampf-Traditionalisten und privilegierten Lobbyisten.

Von 1987 bis 1995 war sie stellvertretende Chefredakteurin des liberalen Hamburger Blattes. 1992 baute G., die sich auch als Expertin für Bildungs- und Hochschulfragen einen Namen gemacht hatte, das neue Ressort "Wissen" auf. Dessen Leitung gab sie 1994 an ihren Kollegen Joachim Fritz-Vannahme ab und war danach wieder verstärkt als politische Reporterin tätig. Als sinkende Werbeeinnahmen und zunehmende Konkurrenz durch eine Fülle neuer Zeitschriften, Fernsehprogramme und Computerdienste auch der "ZEIT" zu schaffen machten, leitete Chefredakteur Robert Leicht eine Umstrukturierung der Redaktion ein, der seine ...