Odd Hassel

norwegischer Chemiker; Nobelpreis 1969 für Chemie zus. mit Sir Derek Barton für ihren Einsatz bei der Entwicklung des Konformationsbegriffs und seiner Anwendung in der Chemie

* 17. Mai 1897 Oslo

† 11. Mai 1981 Oslo

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 11/1984

vom 5. März 1984

Wirken

Odd Hassel war Sohn eines Osloer Arztes. Er studierte in seiner Heimatstadt Chemie und Naturwissenschaften, danach von 1922-25 in München und Berlin. Ab 1926 lehrte er als Dozent physikalische Chemie und Elektrochemie an der Universität Oslo, von 1934-64 als Professor und trat dann in den Ruhestand. Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen sei auch das 1934 in Dresden publizierte Werk "Kristallchemie" (34) erwähnt.

Von 1947-57 war er der norwegische Herausgeber der "Acta Chemica Scandinavica".

1969 erhielt er zusammen mit dem britischen Forscher Derek K. Barton (s.dort) den Nobelpreis für Chemie, der 1969 mit rund 300.000 Schweizer Franken dotiert war. Beide Chemiker wurden für ihren "Einsatz bei der Entwicklung des Konformationsbegriffs und seiner Anwendung in der Chemie" ausgezeichnet.

Die Konformation gehört neben der Konstitution und der Konfiguration zu den wichtigsten Kennzeichen einer Substanz. Während die Konstitution die Art und die Zahl der am Aufbau einer Verbindung beteiligten Elemente erfaßt, gibt die Konfiguration ...