Olga Grjasnowa

deutsche Schriftstellerin; großer Erfolg mit ihrem Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt"; weitere Werke: "Die juristische Unschärfe einer Ehe", "Gott ist nicht schüchtern", "Der verlorene Sohn"

* 14. November 1984 Baku (Aserbaidschan)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 06/2022

vom 8. Februar 2022 (se), ergänzt um Meldungen bis KW 44/2022

Herkunft

Olga Grjasnowa wurde am 14. Nov. 1984 in Baku, Aserbaidschan, als Tochter einer Klavierlehrerin und eines Anwalts geboren und wuchs mit ihrem Bruder im Kaukasus auf. 1996 kam sie mit ihren Eltern, jüdisch-russischen Kontingentflüchtlingen, nach Deutschland, zunächst in ein hessisches Asylbewerberheim, und verbrachte ihre Schulzeit in Frankfurt am Main. Durch diesen Lebensweg hatte sie zunächst die sowjetische, dann die aserbaidschanische und mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit und war durch eine jüdische Großmutter, die vor den Nazis von Weißrussland nach Aserbaidschan floh, auch noch von der deutschen Vergangenheit tangiert.

Ausbildung

Obwohl sie als Elfjährige ohne jegliche Deutsch-Kenntnisse große Startschwierigkeiten in der Schule hatte, machte G. 2005 Abitur, studierte zunächst Kunstgeschichte und Slawistik in Göttingen und absolvierte dann 2007-2010 das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. Studienaufenthalte in Polen und bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel sowie ein Aufenthalt am Maxim-Gorki-Literaturinstitut ...