Oskar Maria Graf

deutsch-amerikanischer Schriftsteller; Werke u. a.: "Die Revolutionäre" (Gedichte), "Wir sind Gefangene" (Autobiografie); "Die Heimsuchung", "Kalendergeschichten", "Bayerisches Dekameron", "Bolwieser", "Das Leben meiner Mutter", "Die Flucht ins Mittelmäßige"; Emigration 1933

* 22. Juli 1894 Berg/Landkreis Starnberg

† 28. Juni 1967 New York/NY (USA)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 20/2019

vom 14. Mai 2019 (hr)

Herkunft

Oskar Maria Graf wurde 1894 in Berg am Starnberger See als neuntes von elf Kindern geboren. Der Vater Max Graf stammte aus einer zugewanderten Stellmacherfamilie, seine Vorfahren waren Waldenser aus Südtirol. G.s Mutter Therese Heimrath kam aus einer alteingesessenen Bauernfamilie. Die Eltern betrieben eine Bäckerei.

Ausbildung

G. besuchte 1900-1906 die zweitklassige Volksschule in Aufkirchen und arbeitete schon als Kind in der Bäckerei mit. Er interessierte sich früh für Literatur und eignete sich autodidaktisch Werke der Weltliteratur an. Nach dem Tod des Vaters 1906 übernahm der älteste, durch die Militärzeit geprägte und gewalttätige Bruder Max die Bäckerei, bei dem G. 1907 eine Bäckerlehre begann. Sein Widerspruchsgeist und seine literarischen Aktivitäten - 1910 gewann er für die Besprechung von Turgenjews "Gedichte in Prosa" einen Preis des Reclam-Verlags ...