Otto Groth

deutscher Journalist und Zeitungswissenschaftler; Korrespondent der "Frankfurter Zeitung" 1906-1922; s. Hauptwerk: "Die Zeitung", wurde ein Standardwerk der Zeitungswissenschaft

* 2. Juli 1875 Schlettstadt/Elsass

† 14. November 1965 München

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 49/1965

vom 29. November 1965

Wirken

Otto Groth wurde am 2. Juli 1875 in Schlettstadti. Els. als Sohn des Gründers der modernen Kristallographie und Münchener Mineralogen Prof. Dr. Paul Ritter v.G. geboren. Er verlebte seine Jugend in München, wo er das humanistische Gymnasium besuchte und dann an der Universität München u.a. bei Lujo Brentano und Max Weber Staatswissenschaften studierte. Danach wandte er sich dem Journalismus zu und war von 1899-1900 als Redakteur am Stuttgarter "Beobachter", dem Organ der württembergischen Demokraten, tätig. Bald darauf übernahm er eine politische Korrespondenz in Stuttgart und 1902 die Chefredaktion der ebenfalls demokratischen "Ulmer Zeitung" in Ulm/Donau. Von 1906-1922 war er als Korrespondent der "Frankfurter Zeitung" in Stuttgart tätig, 1911 hat er zusammen mit H.G. Bayer ein politisch-wirtschaftliches Konversationslexikon herausgegeben.

1915 promovierte er in Tübingen mit der Dissertation "Die politische Presse Württembergs" als bereits versierter Journalist noch zum Dr. rer. pol. Während des ersten Weltkrieges war G. in der Redaktion der ...