Otto Hahn

deutscher Atomforscher; Nobelpreis 1944 für Chemie für die Entdeckung der Spaltbarkeit von Urankernen bei Neutronenbestrahlung; widmete sich nach Kriegsende ganz dem Aufbau der Max-Planck-Gesellschaft

* 8. März 1879 Frankfurt/M.

† 28. Juli 1968 Göttingen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 36/1968

vom 26. August 1968 , ergänzt um Meldungen bis KW 01/2013

Wirken

Otto Hahn wurde am 8. März 1879 als Sohn eines Geschäftsmanns in Frankfurt a.M. geboren, wo er die Klinger-Oberrealschule besuchte. Er studierte in Marburg und München Chemie und promovierte 1901 bei Theodor Zincke in Marburg zum Dr. phil., bei dem er auch die folgenden Jahre als Assistent tätig war. Dann arbeitete er ab 1904 bei Ramsay in London und 1905 bei Rutherford damals in Montreal in Kanada. Lord Rutherfords große wissenschaftliche Leistung war die Entdeckung des Atomkerns und die Möglichkeit zu seiner Zertrümmerung. Unter dem Einfluß Rutherfords gab H. seine ursprüngliche Absicht, in die aufblühende chemische Industrie zu gehen, auf, um sich ganz der radiochemischen Forschung zu widmen. Schon als 26jähriger entdeckte er 1905 ein neues radioaktives Element, das Radiothor genannt wurde und in den folgenden Jahren weitere vier Elemente, die wegen ihrer Eigenschaft, das teuere Radium ersetzen zu können, bald große Bedeutung für die Medizin erlangten. Schon 1910 wurde ...