Paolo Kardinal Dezza

italienischer Geistlicher; Gesellschaft Jesu S.J.; Dr. mult.

* 13. Dezember 1901 Parma

† 17. Dezember 1999

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 44/1991

vom 21. Oktober 1991 (lm)

Herkunft

Paolo Dezza wurde am 13. Dez. 1901 in Parma geboren. Nach Schulbesuch trat D. im Alter von nur 17 Jahren in den Jesuitenorden (S.J.) ein und studierte anschließend im Auftrag des Ordens Philosophie in Barcelona und Theologie in Innsbruck und Neapel. Beide Studiengänge schloß er mit den entsprechenden Doktorgraden ab.

Wirken

Im Alter von knapp 30 Jahren wurde er Professor für Philosophie an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. 1935 ernannte ihn der Orden zum Provinzial (Leiter) der norditalienischen Ordensprovinz Venetien und Lombardei und 1941 übernahm D. bis 1951 als Rektor die Leitung der Gregoriana in Rom. Sein Spezialgebiet war die Metaphysik, über die, wie H.-J. Fischer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (1.8.91) schrieb, D. "mit scholastischer Klarheit und thomistischem Ideenreichtum" vorzutragen wußte. Papst Johannes Paul II. ist auch einer seiner Schüler gewesen. D. war u.a. auch Beichtvater der Päpste Paul VI. und Johannes Paul I. Er hat sich jahrelang praktischer Seelsorge gewidmet. In der römischen Kurie arbeitete er als Berater in der Sakramenten- und in der Erziehungskongregation mit.

Aufsehen erregte ...