Paul D. Boyer

amerikanischer Biochemiker; Nobelpreis 1997 für Chemie zus. mit Jens C. Skou und John E. Walker für ihre grundlegenden Arbeiten über die innere Struktur und Funktionsweise zweier zentraler Enzyme der Energieversorgung in der Zelle

* 31. Juli 1918 Provo/UT

† 2. Juni 2018 Los Angeles/CA

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 26/2008

vom 24. Juni 2008 (gi), ergänzt um Meldungen bis KW 23/2018

Herkunft

Paul Delos Boyer wurde 1918 als eines von insgesamt sechs Kindern von Dell Delos Boyer, einem Osteopathen, und dessen Frau Grace Guymon in Provo im US-Bundesstaat Utah geboren, wo er auch aufwuchs. Die Ahnengalerie väterlicherseits weist deutsche und niederländische Wurzeln auf, die Familie der Mutter lässt sich auf hugenottische Einwanderer zurückführen. 15 Jahre nach dem frühen Tod der Mutter 1933, die an der mit einem Hormonmangel einhergehenden Addison-Krankheit litt, ging der Vater eine neue Ehe ein. 1982 starb auch er an Prostata-Krebs.

Ausbildung

Nach der High School, die B. bereits mit 16 Jahren abschloss, schrieb sich B. an der Brigham Young University (BYU) in Provo ein. Der Tod seiner Mutter an der seltenen Addison-Krankheit, für die die medizinische Forschung erst später adäquate Behandlungsmethoden fand, lenkte sein Interesse auf das Studium der Biochemie. Nach seinem College-Abschluss an der BYU wechselte ...