Paul Harteck

österreichischer Kernphysiker in Amerika; arbeitete u. a. auf dem Gebiet der Atomphysik, über physikalische und chemische Probleme der Atmosphäre sowie über Strahlen; zeitweilige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Atomzertrümmerung u. a. mit Otto Hahn und Werner Heisenberg; Prof. an der Univ. Hamburg 1934-1951; ab 1951 Prof. in Troy/NY

* 20. Juli 1902 Wien

† 20. Januar 1985 St. Barbara/CA

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 38/1967

vom 11. September 1967

Wirken

Paul Harteck, röm.-kath., wurde am 20. Juli 1902 in Wien geboren. Er besuchte ein humanistisches Gymnasium und studierte Physik und Chemie von 1921-23 an der Universität Wien und von 1923-25 an der Universität Berlin, wo er 1926 das Studium mit der Promotion zum Dr. phil. abschloß.

Er arbeitete dann seit 1928 am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie in Berlin-Dahlem bei Haber und habilitierte sich 1931 als Privatdozent an der Berliner Universität. In den Jahren 1933 bis 1934 war er als Rockefeller-Stipendiat bei Lord Rutherford in Cambridge tätig.

Seit 1934 gehörte er ununterbrochen bis 1951 dem Lehrkörper der Universität Hamburg als ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Physikalische Chemie an. Zeitweilig war er mit Hahn, Heisenberg, von Laue und Gerlach auf dem Gebiete der Atomzertrümmerung in Berlin am Institut der damaligen Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft tätig. Wie es heißt ...