Peggy Guggenheim

amerikanische Kunstsammlerin und -mäzenin; begann ab 1938, systemat. moderne Kunst zu sammeln (Galerie "Art of this Century"); spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte der modernen amerikanischen Malerei; Veröffentl.: "Out of this Century"; verh. u. a. mit Max Ernst

* 26. August 1898 New York/NY

† 23. Dezember 1979 Campo San Piero bei Venedig (Italien)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 08/1980

vom 11. Februar 1980 , ergänzt um Meldungen bis KW 26/2017

Wirken

Peggy Guggenheim wurde in New York geboren und entstammt der reichen Guggenheim-Familie. Als sie dreizehn Jahre alt war, kam ihr Vater beim Untergang der Titanic ums Leben. Nach dem Abschluß der Jacobi School, einer New Yorker Privatschule für jüdische Mädchen, entwickelte sie einen überaus eigenwilligen, freizügigen Lebensstil, der sie zu Beginn der zwanziger Jahre kopfüber in die Pariser Bohème stürzen ließ. 1923 heiratete sie den Allround-Künstler Lawrence Vail, hatte aber auch enge Beziehungen zu Marcel Duchamp, Kandinsky, Arp, Brancusi, Yves Tanguy, Victor Brauner u.a. Mit ihren Affären sorgte das "Enfant terrible des Großkapitals" (Der SPIEGEL) wiederholt für Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Ihre Ehe mit Lawrence Vail wurde bereits 1930 wieder geschieden.

1938, inspiriert von dem Schriftsteller Samuel Beckett, begann sie systematisch moderne ...