Per Albin Hansson

schwedischer Staatsmann; Sozialdemokratische Arbeiterpartei; Ministerpräsident 1932-1946 (mit kurzer Unterbrechung 1936); 1920 Verteidigungsminister; 1925 Parteivorsitzender

* 28. Oktober 1885 Fosie/Malmö

† 6. Oktober 1946 Stockholm

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 39/1946

vom 16. September 1946

Wirken

Per Albin Hansson wurde am 28. Oktober 1885 als Sohn eines Maurers in Fosie, Malmö, geboren. Er besuchte die Volksschule, trat dann in ein Geschäft als Laufbursche ein und arbeitete sich zum Handlungsgehilfen empor. Schon 1902 trat er als Mitglied dem sozialdemokratischen Jugendbund bei und wurde bereits 1905 zum Vertrauensmann, später zum Vorstandsmitglied gewählt. Außerdem übernahm er die Redaktion und Herausgabe des Parteiorgans "Fram", das er auch persönlich in den Straßen Malmös vertrieb. Im Jahre 1909 wurde er in die Zentralstelle der Sozialdemokratischen Partei nach Stockholm berufen und dort auch Redakteur des größten Parteiorgans "Sozialdemokraten" unter der Leitung des Parteiführers Hjalmar Branting. Als dieser in die Regierung eintrat, übernahm H. 1914 neben der kaufmännischen auch die redaktionelle Leitung des Parteiorgans als Hauptschriftleiter. Seit 1912 gehört er dem Parteivorstand an und ist seit 1918 Mitglied der 2. Kammer des Reichstags. Im ersten Kabinett Branting, dem ersten sozialdemokratischen Schwedens, übernahm H. 1920 das Ministerium der Nationalen Verteidigung, das er bis zum Tode Brantings ...