Peter Debye

niederländischer Physiker; Nobelpreis für Chemie 1936 für seine Beiträge zur Ergänzung der Erkenntnisse über den Aufbau der Moleküle

* 24. März 1884 Maastricht

† 2. November 1966 Ithaca/NY (USA)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 51/1966

vom 12. Dezember 1966

Wirken

Peter Joseph Wilhelm Debye wurde am 24. März 1884 in Maastricht (Holland) geboren. Er besuchte in seiner Vaterstadt die Vor- und Oberrealschule, um sich dann elektrotechnischen Studien an der TH in Aachen zu widmen. Dort wurde er im Jahre 1905 Assistent für technische Mechanik und später an der Universität München, wo er 1908 zum Dr. phil. promovierte, Assistent für theoretische Physik bei Prof. Sommerfeld.

Im Jahre 1910 habilitierte er sich als Privatdozent für theoretische Physik und war dann als a.o. Professor in Zürich und als Ordinarius in Utrecht tätig. Als Direktor der theoretischen Abteilung des Physikalischen Instituts ging D. 1914 an die Universität Göttingen, wo er später Leiter des gesamten Instituts wurde. Zusammen mit dem Schweizer Paul Scherrer entwickelte er hier zur Bestimmung der Strukturen kristalliner Stoffe mit Röntgenstrahlen das "Pulver-Verfahren", das für die Naturwissenschaft und Technik große Bedeutung erlangt hat. Diese Stellung hat er bis 1920 inne, um dann als Institutsdirektor an die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich ...