Pierre Bonnard

französischer Maler und Grafiker; gehörte zu den Spätmeistern des Impressionismus (anfangs beeinflusst u. a. von den Nabis und dem japan. Holzschnitt); schuf Interieurs, Landschaften, Akte, Stillleben; hat mit seinen Illustrationen die mod. Buchgrafik nachhaltig beeinflusst

* 13. Oktober 1867 Fontenay-aux-Roses bei Paris

† 23. Januar 1947 Le Cannet

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 04/1955

vom 17. Januar 1955 , ergänzt um Meldungen bis KW 23/2015

Wirken

Pierre Bonnard wurde am 13. Okt. 1867 in Fontenay-aux-Roses in der Nähe von Paris als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Sein Vater, Bürochef im Kriegsministerium, stammte aus der Dauphiné, seine Mutter war Elsässerin. B. durchlief die Schulen mit Auszeichnungen und studierte die Rechte. Er besuchte aber nebenbei die Malerakademie Julian sowie die Ecole des Beaux-Arts in Paris und wandte sich schliesslich ausschliesslich der Kunst zu. Er lernte die Maler Vuillard, Roussels und Denis kennen und durch das Studium der Werke von Degas, Manet und Cézannes vertiefte sich das ihm gemässe Ausdrucksmittel: die lichtvolle Farbe. Er gehörte zu den Spätneistern des Impressionismus, wie auch sein Studienfreund Vuillard.

B. erregte zuerst Aufsehen durch farbige Plakate, wodurch ihm Buchillustrationen übertragen wurden für Werke von Verlaine, André Gide, Longus, Mitteau und Jules Renard. Er hat Möbel entworfen und arbeitete für die Zeitschrift ...