Richard Borowski

fr. Innenminister des Landes Niedersachsen

* 27. September 1894 Hettstedt

† 30. Juni 1956 Hannover

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/1956

vom 24. September 1956

Wirken

Richard Borowski wurde am 27. Sept. 1894 in Hettstedt, Kreis Mansfeld, geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Hettstedt wurde er, wie schon seine Vorfahren, Bergarbeiter. In diesem Beruf war er, nur unterbrochen durch die vier Kriegsjahre 1914-1918 bis zum Jahre 1925 tätig, wo er, zunächst als Filialleiter, später als Lokalredakteur des SPD-Organs in Göttingen den Übergang zum Parteipressewesen vollzog. In den Jahren 1928 bis 1933 übte er gleichzeitig das Amt eines Parteisekretärs der SPD in Göttingen aus.

In den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde B. wegen seiner Zugehörigkeit zur SPD mehrfach verhaftet und zweimal in ein Konzentrationslager gebracht.

Nach dem Einmarsch der Alliierten im Frühjahr 1945 wurde B. zum Landrat des Kreises Einbeck bestellt, welches Amt er bis zum Nov. 1946 ausübte. Nachdem er im Aug. 1946 zum Vorsitzenden der Bezirksvereinigung der SPD gewählt und als solcher in den Landesausschuss der Partei delegiert worden war, wurde B. von der Militärregierung in den ersten Hannoverschen Landtag berufen und sodann bei den Wahlen vom 20. April 1947 von der SPD in den Niedersächsischen Landtag entsandt. Er gehörte ...