Rolf Gutbrod

deutscher Architekt; Bauten u. a.: Liederhalle und Waldorfschule in Stuttgart, IBM-Verwaltungsgebäude in Berlin, Wohnsiedlung in der Gropius-Stadt und Kunstgewerbemuseum in Berlin, Deutsche Botschaft in Wien, deutscher Pavillon für die Expo Montreal 1967, Kongresszentrum in Mekka

* 13. September 1910 Stuttgart

† 5. Januar 1999 Dornach (Schweiz)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 20/1999

vom 10. Mai 1999 (br), ergänzt um Meldungen bis KW 24/2002

Herkunft

Konrad Rolf Dietrich Gutbrod stammte aus einer Stuttgarter Arztfamilie.

Ausbildung

Er besuchte in Stuttgart ab 1919 die Waldorfschule und war beeindruckt und geprägt von der noch von Rudolf Steiner berufenen ersten Lehrergeneration. Anschließend studierte er an den Technischen Hochschulen von Berlin und Stuttgart unter Bonatz, Wetzel, Schmitthenner und Keuerleber Architektur. 1935 schloß er mit dem Diplom ab.

Wirken

Während des Krieges war G. als Oberregierungsbaurat in der Bauverwaltung tätig, u. a. als Vorstand des Luftwaffenbauamts in München und ab 1941 als Feldbauamtsvorstand in Afrika. Gleich nach Kriegsende baute er im schwer zerstörten Stuttgart ein Architekturbüro auf, zunächst zusammen mit Hofstetter, dann mit Scheeben und später mit Kiess. 1947 wurde G. Lehrbeauftragter für Entwerfen an der TH Stuttgart, 1953 a. o. Professor und 1961 (bis 1972) Ordinarius für Innenraumgestaltung und Entwerfen an der gleichen Hochschule (seit 1961 Universität Stuttgart). Ab 1957 ...