Rudolf Bockelmann

deutscher Sänger (Bariton); ab 1934 preuß. Kammersänger; Engagements in Leipzig 1921-1926, Hamburg 1926-1932 und als Heldenbariton an der Berliner Staatsoper 1932-1945; Wagner-Sänger bei den Bayreuther Festspielen 1928-1942; Gastauftritte u. a. an der Covent Garden Opera London und an der Chicagoer Oper; 1955 Gesangsprof. an der Dresdener Musikhochschule

* 2. April 1892 Bodenteich bei Uelzen/Niedersachsen

† 9. Oktober 1958 Dresden

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 47/1958

vom 10. November 1958

Wirken

Rudolf August Louis Wilhelm Bockelmann wurde am 2. April 1892 in Bodenteich bei Ülzen (Niedersachsen) als Sohn eines Lehrers geboren. Er besuchte das Gymnasium Ernestinum in Celle und studierte dann an der Universität Leipzig klassische Philologie bis zum Staatsexamen im Jahre 1919. Unterbrochen wurde seine Studienzeit durch den 1. Weltkrieg, den er als Reserveoffizier von 1914-1918 mitmachte.

Auf Veranlassung von Arthur Nikisch und Karl Scheidemantei hin begann er im Jahre 1920 bei Oscar Lassner in Leipzig mit Gesangsunterricht und wurde Sänger. Von 1921-1926 war er lyrischer Bariton in Leipzig. Die nächste Station seiner künstlerischen Laufbahn war Hamburg (1926-1932), wo er ins Heldenfach überging. Von 1932-1945 war er Heldenbariton der Berliner Staatsoper. Im Jahre 1934 war ihm der Titel Kammersänger verliehen worden. Als Gast wirkte er in jenen Jahren regelmässig an der Covent Garden ...