Rudolf Hagelstange

deutscher Schriftsteller; Werke u. a.: "Ich bin die Mutter Cornelias" (Novelle); "Fischzug", "Strom der Zeit" (Gedichte); "Spielball der Götter", "Das Haus oder Balsers Aufstieg", "Altherrensommer" (Romane)

* 14. Januar 1912 Nordhausen/Harz

† 5. August 1984 Hanau

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 41/1984

vom 1. Oktober 1984

Wirken

Rudolf Hagelstange, Sohn eines Kaufmanns, stammte aus Nordhausen (Harz). Er besuchte dort das humanistische Gymnasium und studierte von 1931-33 Philologie in Berlin. Danach hielt er sich von 1933-35 auf dem Balkan auf, arbeitete später als Journalist und war ab 1937 Volontär, später Feuilletonredakteur der "Nordhäuser Zeitung". Den Zweiten Weltkrieg machte er von 1940-45 in Frankreich und Italien mit. Er stand, ebenso wie sein Vater (KZ Haft 1944 in Buchenwald) in der "inneren Emigration" gegen den Ungeist des Dritten Reiches. 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch bald entlassen wurde. H., der bis Herbst 1946 in Nordhausen lebte, kam dann über Hemer/Westfalen im September 1948 nach Unteruhldingen am Bodensee. Gegen Lebensende lebte H. in Erbach/Odenwald.

Seine ersten Gedichte erschienen in der Zeitung seiner Heimatstadt und waren bereits so erstaunlich geklärt und in der inneren ...