Sacha Guitry

französischer Bühnenschriftsteller, Schauspieler und Filmregisseur; schrieb über 120 Bühnenwerke, vorwiegend Komödien, Operettenlibretti, Erzählungen und Anekdoten, u. a.: "Le Veilleur de nuit", "Pasteur", "Ecoutez bien, Messiers"; auch Drehbücher und Romane u. a.: "Mémoires d'un tricheur" (von ihm selbst verfilmt); Filmregie u. a.: "Les perles de la couronne", "Talleyrand", "Napoléon"; spielte in vielen seiner Filme auch Hauptrollen

* 21. Februar 1885 St. Petersburg

† 24. Juli 1957 Paris

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/1957

vom 23. September 1957

Wirken

Sacha Guitry, Sohn des berühmten französischen Schauspielers Lucien G., wurde am 21. Febr. 1885 in St. Petersburg geboren, wo sein Vater am Französischen Theater spielte. Er selbst stand schon im Alter von 5 Jahren in St. Petersburg auf der Bühne und ist später unter dem Pseudonym Lorcey aufgetreten.

Als Schriftsteller debütierte G., 17jährig, im Jahre 1902 mit dem Verseinakter "Le Page" und errang 1905 seinen ersten Erfolg mit dem Einakter "Nono". Diese Stücke bilden den Anfang eines umfangreichen Werkes, das über 120 Bühnenwerke, vorwiegend Komödien, Operettenlibretti, Erzählungen, Anekdoten und Drehbücher umfasst. Die Bedeutung G.s liegt jedoch vielleicht weniger in seinen auf reine ...