Siegfried Borris

deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und -pädagoge; war als Komponist der Laienmusikbewegung verbunden; Präs. des Dt. Musikrates 1971-1977; Werke u. a.: Jugend- und Funkopern (u. a. "Die Rübe"), Haus- und Spielmusiken, Kammermusik, Sinfonien, Konzerte; Veröffentl. u. a.: "Praktische Harmonielehre", "Einführung in die moderne Musik"

* 4. November 1906 Berlin

† 23. August 1987 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 42/1987

vom 5. Oktober 1987

Wirken

Siegfried Borris, ev., besuchte das Berliner Luisengymnasium und studierte anschließend Nationalökonomie an der Berliner Universität sowie Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik, wo er Schüler von P. Hindemith wurde, dem er sich zeitlebens verbunden fühlte. Bereits 1929 wurde er als Dozent für Musikerziehung an die Musikhochschule berufen, an der er bis 1933 Theorie und Gehörsbildung lehrte. Im gleichen Jahr promovierte er bei Arnold Schering mit einer Arbeit über "Kirnbergers Leben und Werk und seine Bedeutung im Berliner Musikkreis um 1750" zum Dr. phil. Die Dissertation erregte Anstoß bei den Nationalsozialisten, die noch 1933 ein Lehrverbot über ihn verhängten. Erst 1945 konnte B. als Professor an die Berliner Musikhochschule zurückkehren, an der er ein Seminar für Privatmusikerziehung aufbaute und leitete. B. gehörte auch dem Senat der Musikhochschule an.

Als Komponist blieb B. der von ...