Siegfried von Vegesack

deutscher Schriftsteller; aus baltischem Adel, lebte ab 1918 in Bayern; schrieb vor allem Gedichte und Romane; Werke u. a.: "Baltische Tragödie" (Trilogie), "Der Spitzpudeldachs", "Der Pastoratshase", "Vorfahren und Nachkommen", "Die Überfahrt", "Das fressende Haus"

* 20. März 1888 Gut Blumbergshof (bei Valmiera, Lettland)

† 26. Januar 1974 Burg Weißenstein in Regen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 14/1974

vom 25. März 1974

Wirken

Siegfried von Vegesack, ev., wurde am 20. März 1888 auf Gut Blumbergshof in Livland als neuntes Kind des letzten Ordnungsrichters von Wolmar geboren und entstammt einer schon im 15. Jahrhundert aus dem Westfälischen ins Baltikum eingewanderten Familie.

In Riga absolvierte v.V. das Gymnasium und studierte dann an den Universitäten Dorpat, Heidelberg, Berlin und München Geschichte und Kunstgeschichte. Im Ersten Weltkrieg war er Berichterstatter in Schweden und in Berlin. Der Krieg raubte ihm die Heimat und führte ihn 1918 nach Deutschland, wo er 1919 Reichsdeutscher wurde und in Weissenstein im Bayerischen Wald ein Anwesen erwarb. Hier betätigte er sich als Landwirt und begann zu schreiben. Sein Schreibtisch stand in dem allein übriggebliebenen Wachtturm einer alten Ritterburg. Er war zunächst als Journalist tätig, dann als ...