Sigmund Graff

deutscher Schriftsteller und Bühnenautor; Werke u. a.: "Die endlose Straße", "Die Primanerin", "Vom Baum der Erkenntnis"

* 7. Januar 1898 Roth b. Nürnberg

† 18. Juni 1979 Erlangen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 38/1979

vom 10. September 1979

Wirken

Sigmund Graff wurde als Sohn eines Bürgermeisters geboren. Er saß noch auf der Schulbank, als 1914 der Krieg ausbrach. Der Tag von Langemarck brachte ihn dazu, sich als Sechzehnjähriger freiwillig zu melden. Er wurde schließlich noch während des Krieges Offizier.

Nach dem Ende des Krieges im Nov. 1918 versuchte er es mit dem Studium der Nationalökonomie. Nach kurzer Tätigkeit als Journalist an einer erzgebirgischen Zeitung kam er nach Magdeburg, wo er von 1924 bis 1933 Mitarbeiter Franz Seldtes im "Stahlhelm" wurde und in der Redaktion des Bundesorgans "Stahlhelm" mitarbeitete.

In Magedburg traf G. mit C.E. Hintze zusammen, mit dem er im Jahre 1926 das Bühnenwerk "Die endlose Straße" schrieb, das sie selbst als Volksstück bezeichneten und dessen Titel Graff's Frau Susanne, geb. Zosel, vorschlug. Das Stück, in dem G. eigene Fronterlebnisse in der Schlacht um Verdun verarbeitet hatte, wanderte von Bühne zu Bühne, fand aber keinen deutschen Theaterdirektor, der es annahm. ...