Silvio Varviso

Schweizer Dirigent; Chefdirigent der Kgl. Oper in Stockholm 1965-1972; Generalmusikdirektor der Württ. Staatsoper Stuttgart 1972-1979; Musikdirektor an der Pariser Oper 1980-1985; Gastdirigent an vielen großen Opernhäusern

* 26. Februar 1924 Zürich

† 1. November 2006 Antwerpen (Belgien)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 52/1988

vom 19. Dezember 1988 , ergänzt um Meldungen bis KW 44/2006

Wirken

Silvio Varviso wurde am 26. Febr. 1924 als Sohn eines prominenten Gesangslehrers in Zürich geboren. Er studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Klavier bei Walter Frey und Dirigieren bei Hans Rogner und Müller (Zürich). Walter Frey war es auch, der auf V.s Entscheidung zwischen dem Pianisten- und dem Dirigentenberuf wesentlichen Einfluß nahm. Seine Dirigentenkarriere begann V. 1946 als dritter Kapellmeister in St. Gallen, wo er mit Mozarts "Zauberflöte" debütierte. 1950 holte ihn Alexander Krannhals als Operettenkapellmeister nach Basel, wo er bis 1958 wirkte, ab 1956 als musikalischer Oberleiter. In dieser Zeit dirigierte er u.a. die Uraufführungen von Sutermeisters Opern "Die schwarze Spinne" und "Titus Feuerkopf". Außerdem engagierte er zwei Anfängerinnen, die später zu Weltruhm kamen: Grace Bumbry und Montserrat Caballé.

Seine internationale Karriere begann V. als Gastdirigent an der Städtischen Oper Berlin (1958-61) und an der Covent Garden Opera in London (62). 1962 ...