Simone Veil

französische Politikerin; Gesundheitsministerin 1974-1979; Ministerin für Soziales, Gesundheit und Stadtpolitik 1993-1995; Präsidentin des Europäischen Parlaments 1979-1982; Veröfftl.: "Und dennoch leben. Die Autobiographie der großen Europäerin"

* 13. Juli 1927 Nizza

† 30. Juni 2017 Paris

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 43/2017

vom 24. Oktober 2017 (sb)

Herkunft

Simone Annie Veil (geb. Jacob) wurde 1927 in Nizza als jüngstes von vier Kindern des jüdischen Architekten André Jacob und dessen Frau Yvonne Steinmetz geboren. Im März 1944 aus dem bis dahin von der italienischen Besatzung gegen die Gestapo abgeschirmten Nizza deportiert (mit ihrer Schwester Milou und der Mutter), war V. 13 Monate lang in den Konzentrationslagern von Auschwitz und Bergen-Belsen inhaftiert. Die Mutter starb in Auschwitz an Typhus, ihr Vater und der einzige Bruder, Jean, wurden nach Litauen geschafft, wo sie vermutlich umkamen (vgl. ausführlich V.s 2007 erschienene Erinnerungen "Une vie"). Ihre zweite Schwester Denise, die sich zu Kriegsbeginn der Résistance angeschlossen hatte, überlebte eine Haft im Konzentrationslager Ravensbrück.

Ausbildung

In Nizza schloss V. noch während des Krieges das Gymnasium ab. Nach dem Krieg studierte sie Jura an der Universität Paris. Sie erwarb das Lizentiat der Rechte und ein Diplom am Pariser Institut d'Etudes Politiques.

Wirken

Einstieg in die Berufstätigkeit

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