Sir John B. Gurdon

britischer Entwicklungsbiologe; Leiter des Wellcome Trust/Cancer Research UK Institute der Universität Cambridge seit 1990; Nobelpreis für Physiologie/Medizin 2012 für die Rückprogrammierung erwachsener Körperzellen in den embryonalen Zustand (gemeinsam mit Shinya Yamanaka)

* 2. Oktober 1933 Dippenhall

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 47/2012

vom 20. November 2012 (rw)

Herkunft

Sir John Bertrand Gurdon wurde am 2. Okt. 1933 als Sohn von W. N. Gurdon in Dippenhall (Grafschaft Hampshire) geboren.

Ausbildung

Nach dem Besuch des Eton College schrieb sich G. am Christ Church College in Oxford zunächst für Altphilologie ein, wechselte dann aber zur Zoologie. 1956 erwarb er einen B.A. in diesem Fachbereich, und 1960 wurde er bei Michael Fischberg in Embryologie zum Ph.D. promoviert (Dissertationsthema: "Studies on nucleocytoplasmic relationships during differentiation in vertebrates").

Wirken

Akademische Laufbahn

Akademische Laufbahn Nach postdoktoralen Forschungsaufenthalten am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena und an der Carnegie Institution in Baltimore war G. zunächst weiterhin als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent in Oxford tätig. 1973 wechselte er an die University of Cambridge, an der er bis 1983 am MRC Laboratory of Molecular Biology arbeitete und die Abteilung für Zellbiologie leitete. Von 1983 bis 1991 hatte G. die John-H.-Plummer-Professur für Zellbiologie am ...