Sir Chandrasekhar Raman

indischer Physiker; Nobelpreis 1930 für Physik; arbeitete auf dem Gebiet der Optik, v. a. zur Streuung von Licht in Flüssigkeiten, Gasen und Dämpfen und von Röntgenstrahlen; seine Untersuchungen lieferten wichtige Beiträge für die Kenntnis vom Bau der Moleküle (Raman-Effekt)

* 7. November 1888 Trichinopoly

† 21. November 1970 Bangalore

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 04/1971

vom 18. Januar 1971

Wirken

Chandrasekhar Venkata Raman wurde am 7. Nov. 1888 in Trichinopoly in Indien geboren. Er wurde am A.V.N. College Vishakapatnam und im Presidency College in Madras erzogen, widmete sich dann dem Studium der Physik und erwählte dabei die Metallographie als Hauptzweig.

Nach Ablegung des Staatsexamens 1907 ergriff er die Beamtenlaufbahn und war bis zum Jahre 1917 im indischen Finanzdepartement tätig. Verhältnismässig spät trat er zur Gelehrtenlaufbahn über und wandte sich speziell der experimentellen Physik zu, wobei er wiederum seine Studien besonders auf Licht- und Strahlungsforschung richtete.

Seit 1914 lehrte er als Spezialist an der Universität Madras, erhielt 1917 einen Ruf als Professor für Physik an die Hindu-Universität Kalkutta, wo er bis 1933 wirkte. Dazwischen war er kurz tätig 1920 in Lahore, 1922 in Madras, 1924 in Toronto und am California Institute of Technology und 1925 in Patna. Auf dem Indischen Gelehrtenkongreß in den ...