Stuart Hall

britischer Soziologe; galt als Mitbegründer und Hauptvertreter der "Cultural Studies" als einer der profiliertesten Denker Großbritanniens; prägte den Begriff "Thatcherismus" und war Mitbegründer der "New Left"

* 3. Februar 1932 Kingston (Jamaika)

† 10. Februar 2014 London

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 05/2021

vom 2. Februar 2021 (bo)

Herkunft

Stuart McPhail Hall wurde 1932 in Kingston (Jamaika) geboren. Sein Vater Herman arbeitete als Buchhalter der United Fruit Company, seine Mutter Jessie verstand sich vor allem als Britin. Die Familie mit afrikanischen, schottischen und portugiesisch-jüdischen Wurzeln, zu der noch H.s Schwester Patricia und ein Bruder zählte, gehörte der jamaikanischen Mittelschicht an.

Ausbildung

H. genoss eine klassisch-koloniale britische Erziehung auf dem Jamaica College in Kingston. Nach dem Schulabschluss ging er 1951 als Rhodes-Stipendiat nach England und nahm ein Anglistik-Studium in Oxford auf. Er machte einen Masterabschluss und begann eine Dissertation über den Romancier Henry James, die er aber 1957 oder spätestens 1958 aufgab.

Wirken

Stationen

Stationen H. kehrte einer klassischen akademischen Laufbahn den Rücken, zog nach London und engagierte sich als Essayist und Publizist in der politischen "New Left", als deren Mitbegründer er galt. Die "New Left" in Großbritannien entstand in Reaktion zur pro-stalinistischen ...