Timm Rautert

deutscher Fotograf, Professor für Fotografie; Werke u. a. "Bildanalytische Photographie", "Deutsche in Uniform", "Gehäuse des Unsichtbaren", "No Photographing", "Beginnings"; Lovis-Corinth-Preis

* 13. September 1941 Tuchel/Westpreußen (heute Polen)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 35/2021

vom 31. August 2021 (hr)

Herkunft

Timm Rautert wurde am 13. Sept. 1941 in Tuchel, im damaligen Westpreußen geboren. Seine Mutter war Jüdin, sein Vater arbeitete als Zahnarzt und fiel 1943 im Zweiten Weltkrieg in Russland. 1944 gelang seiner Mutter mit dem letzten Zug aus Westpreußen die Flucht mit R. in den Westen Deutschlands, wo sie sich in Fulda niederließen.

Ausbildung

Der protestantisch erzogene R. besuchte ab 1957 ein katholisches Internat in Fulda. Im Anschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Schaufenstergestalter sowie Schrift- und Dekorationsmaler und malte u. a. die großen Werbeplakate für Kinos ("Gary Cooper konnte ich besonders gut, John Wayne auch", Interview in: Kulturwest.de, 10.3.2021).

Der kunstinteressierte R. nahm 1965 an Oskar Kokoschkas Sommerakademie in Salzburg teil und studierte ab 1966 bei Otto Steinert in der Klasse für Fotografie der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Sein Diplom 1971 wurde mit dem Folkwang-Preis ausgezeichnet.

Wirken

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