Uta Ranke-Heinemann

deutsche kath. Theologin; erhielt 1970 als erste Frau eine Professur für kath. Theologie, 1987 wurde ihr die Lehrbefugnis entzogen; Veröffentl. u. a.: "Christentum für Gläubige und Ungläubige", "Eunuchen für das Himmelreich. Katholische Kirche und Sexualität", "Nein und Amen. Anleitung zum Glaubenszweifel"; kandidierte 1999 für das Amt des Bundespräsidenten; Tochter des fr. Bundespräsidenten G. Heinemann ( † 1976)

* 2. Oktober 1927 Essen

† 25. März 2021 Essen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/2017

vom 3. Oktober 2017 (mf), ergänzt um Meldungen bis KW 12/2021

Herkunft

Uta Johanna Ingrid Ranke-Heinemann wurde 1927 als älteste Tochter von Gustav und Hilda Heinemann in Essen geboren. Ihr Vater war 1969-1974 Bundespräsident. Zu ihren Vorfahren mütterlicherseits zählt der Schweizer Mediziner und Dichter Albrecht von Haller (1708-1777).

Ausbildung

R. besuchte das humanistische Burggymnasium in Essen, an dem sie das einzige Mädchen war und 1947 Abitur mit Auszeichnung machte. Anschließend studierte sie bis 1953 evangelische Theologie in Oxford, Bonn, Basel und Montpellier. 1953 trat sie zum Katholizismus über. In München studierte sie dann katholische Theologie, ein Kommilitone war dabei Joseph Ratzinger. 1954 promovierte sie zum Dr. theol. 1969 konnte sie sich als erste Frau der Welt in katholischer Theologie habilitieren. Ihre Antrittsvorlesung ...