Vacek Kisielewski

polnischer Pianist; Mitglied des Piano-Duos "Marek und Vaček", das damit bekannt wurde, Kompositionen der Klassiker in moderne Hits umzugestalten und umgekehrt Welthits in den Stil klassischer Musik zu übertragen; zahlr. Konzertreisen; starb bei einem Verkehrsunfall

* 12. Februar 1943 Warschau

† 12. Juli 1986 Wyszkow (Verkehrsunfall)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 37/1986

vom 1. September 1986

Wirken

Vacek (Vaclaw) Kisielewski stammte aus Warschau und war der Sohn des bekannten polnischen Schriftstellers, Publizisten und Komponisten Stefan K. (s.dort), der in Polen für geistige Unabhängigkeit und konservativ-liberale Gesinnung steht. In dem kunstsinnigen Elternhaus erhielt V. schon als 6jähriger ersten Klavierunterricht. Nach der Schule besuchte er die Warschauer Musik-Akademie. Hier lernte er in der Meisterklasse den Pianisten Marek Tomaszewski (s.bei Marek) kennen. Beide schlossen ihre Ausbildung mit Auszeichnung ab.

Auf die Idee, an zwei Flügeln zu spielen, brachte die beiden noch während des Studiums ihr Lehrer Prof. Drzewicki, der Gründer der Warschauer Chopin-Festspiele. Er förderte das Spiel auf zwei Klavieren als alte polnische Musiktradition. Neben klassischer Musik übten sich "Marek & Vacek" aber auch in Jazz-Interpretationen und ernteten ihre ersten Erfolge in den Jazz-Clubs von Warschau und Krakau.

Nach dem Ende des Studiums gründeten die beiden 1963 ihr Piano-Duo, und sie ...