Vaira Vike-Freiberga

lettische Psychologin und Politikerin; Staatspräsidentin 1999-2007; lebte bis 1998 im Exil in Kanada

* 1. Dezember 1937 Riga

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 35/2007

vom 1. September 2007 (se), ergänzt um Meldungen bis KW 27/2009

Herkunft

Vaira Vike-Freiberga wurde am 1. Dez. 1937 in Riga geboren. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, zum Jahresende 1944, verließ die Familie vor der heranrückenden Roten Armee Lettland und fand schließlich 1954 in Kanada eine neue Heimat.

Ausbildung

V. besuchte zunächst eine lettische Schule im Flüchtlingslager Lübeck. Anschließend besuchte sie eine französische Schule in Casablanca (Marokko). Sie studierte danach Psychologie an der Universität von Toronto in Kanada und arbeitete nebenbei als Übersetzerin für Spanisch und im psychiatrischen Krankenhaus in Toronto. 1958 bestand sie die Bakkalaureat-Prüfung, 1960 erwarb sie den Mastergrad. 1965 schloss sie ihre Ausbildung mit der Promotion zum Dr. phil. ab.

Wirken

Von 1965 bis 1998 wirkte sie als Psychologie-Professorin an der Universität Montreal. Ihre Spezialgebiete waren Psychopharmakologie, Psycholinguistik, Erkenntnistheorie und die "experimentelle Methode". 1989 nahm sie, damals auch Präsidentin des französischen Zweigs der kanadischen Akademie der Wissenschaften, als Vertreterin Kanadas an den Beratungen einer Kommission des brasilianischen Parlaments zur Verfassungsreform teil.

Während des Exils in Kanada betätigte sie sich ...