Luigi Vittorio Graf Ferraris

Diplomat, Staats- und Rechtswissenschaftler; Prof. Dr.jur.

* 20. März 1928 Rom

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 30/1987

vom 13. Juli 1987 , ergänzt um Meldungen bis KW 09/1996

Wirken

Luigi Vittorio Graf Ferraris (Pseudonyme: Valsice, Balangero, Gorgia), röm.-kath., wurde am 20. März 1928 als Sohn eines Landwirts in Rom geboren, wuchs aber in Turin und in den Marken auf. F. entstammt einer politisch engagierten Familie. Sein Großvater väterlicherseits, Luigi F., war Minister und Senator, sein Großvater mütterlicherseits, Giancarlo Croce, ein 4-Sterne-General. Sein Großonkel Galileo F. machte sich als Wissenschaftler einen Namen, ein weiterer Großonkel, Luciano Pigorini, als Senator und Archäologe.

F. besuchte bis 1945 die Schule in Turin und studierte dann Rechtswissenschaften an der Universität Rom. 1949 promovierte er zum Dr. jur. Anschließend absolvierte er 1950 einen Lehrgang an der Universität Heidelberg und erwarb 1951 ein Diplom für Völkerrecht an der Akademie für Völkerrecht in Den Haag. Einen weiteren Lehrgang absolvierte er an der Universität Oxford.

1952 trat F. in den diplomatischen Dienst seines Landes ein. Seinen ersten Auslandsposten hatte er 1953 als Konsularattaché, dann als Pressereferent am italienischen Generalkonsulat in München, anschließend arbeitete er von 19541955 in der Generaldirektion für Personal in der römischen Zentrale. Weitere ...