Vladimir Dedijer

jugoslawischer Publizist und Historiker; Partisanenkämpfer mit Tito; Veröffentl. u. a.: "Partisanen-Tagebuch", "Das geliebte Land", "Sarajevo"; "Tito" (autorisierte Biographie)

* 4. Februar 1914 Belgrad

† 1. Dezember 1990 Boston/MA (USA)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 06/1991

vom 28. Januar 1991 (lm)

Herkunft

Vladimir Dedijer entstammte einer nationalserbisch eingestellten bosnischen Akademikerfamilie, die enge Beziehungen zum serbischen Königshaus der Karadjordievic unterhielt.

Ausbildung

Er studierte an der Universität Belgrad Rechtswissenschaften und legte 1937 sein Abschlußexamen ab.

Wirken

Früh der Kommunistischen Partei verbunden, betätigte er sich bereits während des Studiums ab 1932 als Journalist. Er gehörte dem Redaktionsstab einer großen Belgrader Zeitung an und befand sich später längere Zeit hindurch als Auslandskorrespondent in Polen, Norwegen, Danzig, London und in Spanien. Außerdem versuchte er sich als Übersetzer ausländischer Schriftsteller, darunter Galsworthy, Pearl S. Buck und H.G. Wells und gab die periodischen Schriften "7 Tage" und "30 Tage" heraus. Ab etwa 1939 pflegte er ein enges, persönliches Verhältnis zu Tito, den er mehrfach in seinem Haus vor der Polizei verbarg.

Als nach dem deutschen Angriff im April 1941 die Kommunistische Partei den Partisanenkampf organisierte, befand sich D. vorwiegend im Stabe Titos. In den Kämpfen der folgenden ...