Walter Grottian

deutscher Politologe; Prof. für Ostpolitik und stellv. Leiter der Abt. Außenpolitik und Auslandskunde an der Dt. Hochschule für Politik in Berlin; Veröffentl. u. a.: "Das sowjetische Regierungssystem", "Wo der Wandel Halt macht"

* 15. Februar 1909 Frankfurt

† 10. Dezember 1968 Würzburg

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 13/1969

vom 17. März 1969

Wirken

Walter Grottian, ev., wurde am 15. Febr. 1909 in Frankfurt a.M. geboren. Nach dem Besuch eines Gymnasiums studierte er Nationalökonomie und Geschichte. Bis 1959 war er Professor für Ostpolitik und stellvertretender Leiter der Abteilung Außenpolitik und Auslandskunde an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin. Seit 1964 lehrte er als Ordinarius für Politische Wissenschaften an der Universität Würzburg.

Von seinen Veröffentlichungen seien genannt: "Holzverbrauch und - erzeugung in der Nachkriegszeit" (38), "Die Krise der deutschen und europäischen Holzversorgung" (48) sowie das vielbeachtete Werk "Das sowjetische Regierungssystem" (56) das 1965 in einer zweiten, neubearbeiteten und erweiterten Auflage erschien und zu den besten Studien auf diesem Gebiet gezählt wird. Sein Untertitel lautet: Die Grundlagen der Macht der kommunistischen Parteiführung. Ferner gab G. 1961 "Lenins Anleitung zum Handeln" heraus.

Auch in den Zeitungsartikeln hat G. zu Zeitproblemen Stellung genommen, so ...