Walter Hanel

deutscher Karikaturist; freier Mitarbeiter beim WDR 1960-1972; Arbeiten u. a. für "Simplicissimus", "pardon", "FAZ", "Rheinischer Merkur"; Veröffentl. u. a.: "Hoppla, wir sind wieder mehr", "Demaskierungen", "Baustelle Europa. Politische Zeichnungen"; auch freie grafische Arbeiten

* 14. September 1930 Teplitz-Schönau

† 28. April 2024 Bonn

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 36/2010

vom 7. September 2010 (wk), ergänzt um Meldungen bis KW 18/2024

Herkunft

Walter Hanel, röm.-kath., wurde am 14. Sept. 1930 als Sohn eines früh verstorbenen Lehrers in Teplitz-Schönau (bis 1938 tschechisch, dann deutsch, heute wieder tschechisch) geboren und verbrachte dort auch den größten Teil seiner Kindheit. Auf der Flucht nach Mitteldeutschland erlebte er im Febr. 1945 am Ende des Zweiten Weltkriegs den schweren Luftangriff auf Dresden mit.

Ausbildung

Bis 1945 besuchte H. das Internatsgymnasium in Altenberg/Erzgebirge und begann danach eine Lackiererlehre, die er nach seiner Übersiedlung 1950 nach Westdeutschland abschloss. Während seiner zweijährigen Tätigkeit als Arbeiter in den Kölner Ford-Werken lernte er an der Volkshochschule nebenbei das Zeichnen. Die intensive Beschäftigung mit Werken von Daumier, Grandville und Kubin weckte sein Interesse an der Karikatur. Ab 1953 absolvierte er dann eine Ausbildung zum Grafiker an ...