Walter Raymond

deutscher Industrieller; Vors. der Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände 1949-1953; Vorstandsmgl. der Vereinigten Deutschen Metallwerke Frankfurt/M.-Heddernheim 1930-1959; hatte wesentl. Anteil an der sozialen Gesetzgebung seiner Zeit

* 23. Mai 1886 Kammelwitz/Schlesien

† 15. Juni 1972 Heidelberg

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 29/1972

vom 10. Juli 1972

Wirken

Walter Raymond wurde am 23. Mai 1886 in Kammelwitz (Schlesien) geboren. Als Sohn eines schlesischen Rittergutspächters ist er der Spross einer alten Hugenottenfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Mathematik und Staatswissenschaften in Deutschland und England u. promovierte zum Dr. phil. Darauf wandte er sich nach jahrelanger Tätigkeit in Südamerika der deutschen Wirtschaft zu, in der er ab 1927 dem Vorstand der Süddeutschen Kabelwerke Mannheim und von 1930-59 auch dem Vorstand der Vereinigten Deutschen Metallwerke Frankfurt/M.-Heddernheim angehörte.

Als nach der Schaffung der Bundesrepublik auch die deutschen Arbeitgeberverbände ihre Organisation auf Bundesbasis stellten, wurde R. 1949 zum Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber-Verbände e.V. Wiesbaden gewählt.

Als solcher traf er am 21. Aug. 1951 in den Tagen der zugespitzten Diskussion über die Stellung vornehmlich der Gewerkschaften wie auch der Unternehmer in der Wirtschaft und im politischen Leben der Bundesrepublik in Limburg a.d.L. zu einer ersten Aussprache über die aktuellen Probleme der Stunde mit dem damaligen Vorsitzenden ...