Wilhelm Groth

dt. Kernforscher; entwickelte eine Gaszentrifuge für die Trennung bestimmter Uran-Isotopen

* 9. Januar 1904 Hamburg

† 20. Februar 1977 Bonn

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 09/1961

vom 20. Februar 1961

Wirken

Wilhelm Groth, ev. wurde am 9. Jan. 1904 in Hamburg als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nachdem er an der Oberrealschule zu St. Georg in seiner Heimatstadt das Abitur bestanden hatte, studierte er Naturwissenschaften, insbesondere Physik und Chemie, an der Technischen Hochschule und an der Universität zu München und später an der Universität Tübingen, wo er zum Dr. rer. nat. promovierte.

Danach war G. wissenschaftlicher Assistent an der T.H. Hannover von 1927-1932 und danach bis 1939 in gleicher Eigenschaft an der Universität Hamburg tätig, an der er sich 1939 als Privatdozent habilitierte. Dem Lehrkörper der Universität Hamburg gehörte er in der Folgezeit von 1939 - 1945 als Privatdozent, von 1945-1948 als außerplanmässiger Professor und von 1948-1950 als a.o. Professor an.

Im Jahre 1950 erhielt er einen Lehrstuhl für physikalische Chemie in Bonn. Anfang 1955 wurde G. Leiter des neugeschaffenen Instituts für physikalische Chemie in Bonn. Die Schwerpunkte der Forschung in diesem modernsten deutschen Institut sind die technische Erzeugung von "schwerem Wasser" und die allgemeine Entwicklung von Verfahren zur Isotopentrennung. Großes ...