Wilhelm Hagen

fr. Präs. d. Bundesgesundheitsamtes

* 26. Oktober 1893 Augsburg

† 29. März 1982 Bonn

Wirken

Wilhelm Hagen wurde am 26. Okt. 1893 in Augsburg geboren. Nach dem Besuch eines Gymnasiums und dem Medizinstudium, das er mit der Promotion zum Dr. med. beendete, war er zunächst Dozent an der pädagogischen Akademie in Frankfurt a. M.

Von 1933-1950 war H. sodann als praktischer Arzt tätig. 1949 hat er sich in München habilitiert, 2 Jahre später ging er nach Bonn, wo er mehrere Jahre als Dozent an der Universität las. Seit einigen Jahren war H. bereits als Ministerialrat in der Gesundheitsabteilung des Bundesinnenministeriums tätig, als er im Sept. 1956 zum Präsidenten des Bundesgesundheitsamtes ernannt wurde. Mit Wirkung vom 31. Okt. 1958 trat H. wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Prof. Dr. Walter Liese, Berlin.

H. hat sich zunächst mit Arbeiten über Tuberkulose und ihre Bekämpfung, vor allem aber mit solchen über Gesundheitsfürsorge einen weithin anerkannten Namen gemacht.

Veröffentlichungen: "Aufstieg und Abstieg des Menschenlebens" (1930), "Die Aufgaben einer ärztlichen Berufsberatung" (1931-1951), "Das Kind als körperlich seelische Einheit" (1932), "Zur Somatologie und Physiologie des Jugendalters" (1933), "Zur Epidemiologie der Tuberkulose" (1951), "Casework in ...