Wilhelm Hankel

deutscher Finanzfachmann; Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung VI (Geld und Kredit) unter Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller 1968-1972; Präsident der Hessischen Landesbank bis zu deren Überschuldung 1972-1973; ab 1974 Hochschullehrer, Berater und Publizist; Veröffentl. u. a.: "Währungspolitik", "Der Ausweg aus der Krise", "Die moderne Inflation", "Die sieben Todsünden der Vereinigung"; "Geldherrschaft. Ist unser Wohlstand noch zu retten?"; bekannt als früher Euro-Skeptiker

* 10. Januar 1929 Danzig-Langfuhr

† 15. Januar 2014 Köln

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 44/2013

vom 29. Oktober 2013 (cs), ergänzt um Meldungen bis KW 03/2014

Herkunft

Wilhelm Alexander Edmund Hankel, konfessionslos, wurde am 10. Jan. 1929 als Kaufmannssohn in Danzig(-Langfuhr) geboren. Sein Vater, Oskar Edmund Hankel, und seine Mutter, Jenny Hankel, geb. Schoffmann, eine Jüdin, trennten sich kurz vor Kriegsbeginn. H.s Mutter kehrte zu ihrer Familie nach Lettland zurück und wurde im Krieg ermordet. H.s Vater ging ohne H. in die Schweiz.

Ausbildung

Nach der Volksschule in Danzig besuchte H. Internats-Gymnasien in Berlin, Kassel und Mainz. 1944 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Nach dem Abitur (1948) studierte er in Mainz und Amsterdam Volkswirtschaft. In Mainz legte er 1951 das Diplomexamen ab, die Promotion zum Dr. rer. ...