Wilhelm Hausenstein

deutscher Kunsthistoriker, Publizist und Diplomat; Leiter der Literaturbeilage der "Frankfurter Zeitung" 1934-1943; im Nationalsozialismus erhielt er 1943 das Verbot jeglicher journalistischer Betätigung; in Paris: Generalkonsul 1950-1951, Geschäftsträger 1951-1953 und Botschafter 1953-1955; Kunst- und Reisebücher, Erzählungen, Erinnerungen und Tagebücher

* 17. Juni 1882 Hornberg

† 3. Juni 1957 München

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 33/1957

vom 5. August 1957 , ergänzt um Meldungen bis KW 09/2000

Wirken

Wilhelm Hausenstein wurde am 17. Juni 1882 in Hornberg im badischen Schwarzwald als Sohn eines Beamten geboren, brachte seine Jugend jedoch in Karlsruhe zu, wo er auch das Gymnasium absolvierte. An den Universitäten Heidelberg, Tübingen und München studierte er bei Otto Crusius, Theodor v. Heigel und Lujo Brentano klassische Philosophie, Geschichte und Nationalökonomie und promovierte im Jahre 1905 in Mittlerer und Neuerer Geschichte, Wirtschaftsgeschichte und Paläographie. In den folgenden zwei Jahren wurden Karl Voll und Julius Meier-Gräfe seine Führer zur Kunstgeschichte. Hier fand er das eigentliche Feld seiner Tätigkeit, auf dem er seither als Kulturkritiker und glänzender Stilist bekannt geworden ist.

Seine publizistische Laufbahn begann er im Jahre 1906; seit 1917 war er Mitarbeiter führender Zeitungen. In den Jahren 1934-1943 leitete er die Literaturbeilage der "Frankfurter Zeitung". Unter dem Nationalsozialismus erhielt ...