Willard Quine

amerikanischer Logiker und Philosoph; galt als einer der herausragendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts; wurde u. a. durch eine neuartige Begründung der Mengenlehre und durch Beiträge zur Sprachphilosophie bekannt; Veröffentl. u. a.: "Set Theory and its Logic", "Two Dogmas of Empiricism", "Word and Object"

* 25. Juni 1908 Akron/OH

† 25. Dezember 2000 Boston/MA

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 12/2001

vom 12. März 2001 (gi), ergänzt um Meldungen bis KW 31/2009

Herkunft

Willard van Orman Quine wurde als zweiter von zwei Söhnen von Cloyd Robert Quine und Harriet Ellis (van Orman) Quine in Akron im amerikanischen Bundesstaat Ohio geboren.

Ausbildung

Als High-School-Schüler interessierte sich Q. vor allem für Sprachen und Geographie, aber auch schon für Mathematik und Philosophie. 1926 wechselte er auf das Oberlin College in Oberlin, Ohio, belegte dort Mathematik als Hauptfach und graduierte 1930 zum Bachelor (A.B.). Schon hier hatte er sich in das Gebiet der "formalen Logik" eingearbeitet. Sein anschließendes Philosophie-Studium an der renommierten Harvard University bewältigte er in der erstaunlichen Zeit von nur zwei Jahren. Nach dem Mastergrad (M.A.) 1931 promovierte er 1932 unter Alfred N. Whitehead, der zusammen mit Bertrand Russell die Mathematik auf die Logik zurückzuführen versuchte, zum Ph.D.

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