Willy Hagenbeck

deutscher Raubtierdresseur und Zirkusunternehmer; übernahm 1908 die Leitung der großen Raubtierdressurschau seines Vaters Wilhelm Hagenbeck, gründete 1914 den "Zirkus Willy Hagenbeck", den er nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg bis 1932 erfolgreich führte, baute nach 1945 seinen Zirkus wieder auf; es gab für ihn kein zur Dressur ungeeignetes Tier

* 4. November 1884 Hamburg

† 12. Mai 1965 Brüggen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 30/1965

vom 19. Juli 1965

Wirken

Willy Hagenbeck wurde am 4. Nov. 1884 in Hamburg geboren. Sein Großvater Gottfried Clas Carl Hagenbeck, zunächst Fischhändler in St. Pauli, hatte den Hagenbeckschen Tierhandel im Jahre 1848 begründet. Einer seiner Söhne war Carl Hagenbeck, der 1887 in Hamburg den Zirkus "Carl Hagenbeck" und zwanzig Jahre später den berühmten Stellinger Tierpark ins Leben rief. Ein zweiter Sohn war Wilhelm H., ebenfalls Tierhändler, Leiter von Raubtierdressurschauen und später Zirkusunternehmer. Er war der Vater von Willy H.

W.H. besuchte in Hamburg St. Pauli die Realschule bis zum Einjährigen und erhielt danach eine Ausbildung in der zahmen Raubtierdressur und im Tierhandel bei seinem Vater Wilhelm H. Seit 1903 war er dann als Raubtierdompteur tätig, vornehmlich mit Eisbären, Tigern, Löwen und Elefanten. 1906 führte er siebzig dressierte Eisbären auf einmal ...