Wolfgang Graetz

deutscher Schriftsteller; Werke: Dramen, Erz., Hörspiele, Drehbücher, u. a. "Die Verschwörer", "Der Tod in Guatemala", "Hölle auf Sparflamme", "Tod auf Eis"

* 7. Januar 1926 Berlin

† 11. März 1999 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 27/2003

vom 23. Juni 2003 (ne)

Herkunft

Wolfgang Graetz kam in Berlin zur Welt. Sein Vater war ein fanatischer Nationalist, seine Mutter eine ebenso leidenschaftliche Kommunistin. 1932 ließen sich die Eltern scheiden.

Ausbildung

1936 kam G. auf eine so genannte "Nationalpolitische Erziehungsanstalt" (NAPOLA), die er jedoch noch im gleichen Jahr verlassen musste. Auch auf anderen Schulen konnte er sich nicht halten. So wuchs G. in Internaten, Privatschulen und bei Fremden heran. Er beschäftigte sich mit chemischen Experimenten, bastelte Knallkörper und kam 1941 erstmals mit einer Anklage wegen Vergehens gegen das Sprengstoff-Gesetz vor Gericht.

Wirken

1943 wurde G. als Luftwaffenhelfer zur Flak eingezogen und kam auch hier mit den herrschenden Mächten in Konflikt. Wegen Spionageverdachts wurde er vor das Reichskriegsgericht gestellt, wurde aber freigesprochen. Nach Kriegsende geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde nach eigenen Angaben beinahe noch zum "verspäteten Nazi" bekehrt. Nach der Entlassung brachte sich G. mit Schwarzhandel im Allgäu und ...